Was ist Judo
Als der Japaner Jigoro Kano (1860 - 1938) ca. 1882 begann, dass heutige Judo in Tokyo zu gründen, verfolgte er folgendes Ziel: Er wollte zum einem eine Kampfkunst schaffen, die man auch als Wettkampf "Mann gegen Mann" austragen konnte, ohne dass eine größere Verletzungsgefahr für beide Kämpfer bestand. Als weiteres Ziel war sein Bestreben ein Erziehungssystem zu schaffen, das den Charakter für die alltägliche bürgerliche Gesellschaft außerhalb der Judomatte positiv prägte. Deswegen wird Judo verstärkt von Kinderärzten empfohlen, damit das soziale Verhalten schon im Kindesalter positiv geprägt und gefördert wird.
Zu Beginn erlernte Kano die noch von den Samurai bis 1868 genutzte Selbstverteidigungsform Jiu-Jitsu. Schnell erkannte er, dass diese Form der Selbstverteidigung in der Ausübung von Schlag- und Tritttechniken zu hart als Sport sei. Mit 23 Jahren gründetet Kano in einem kleinen buddhistischen Tempel in Tokyo (Eishoji-Tempel) den Kodokan (Übersetzung: Lehr-Weg-Halle) das heutige Judo!

1934 erfolgte der Umzug aus dem kleinen Tempel in den heutigen Kodokan

Der Wettkampfsport Judo kennt heute außer in der Judoselbstverteidi-gung (für Dan-Meisterprüfungen) keine Tritt- oder Schlagtechniken!
Judo wird in der Ausübung in Standtechniken (Tachi-Waza) und Bodentechniken (Ne-Waza) eingeteilt. Für den Standkampf gibt es ca. 100 Wurftechniken, die je nach Ausführung in verschiedene Wurfgruppen wie Fußwürfe, Hüftwürfe, Handwürfe und Opferwürfe (Würfe durch Aufgabe des eigenen Gleichgewichts) eingeteilt werden.
Die Bodentechniken unterteilen sich in drei Gruppen: Den Halte-techniken (Osae-Komi-Waza), Hebeltechniken (Kansetsu-Waza) und den Würgetechniken (Shime-Waza). Bei der Ausführung von Stand- techniken gilt immer das Grundprinzip im Judo des Gleichge-wichtsbrechens (Kuzushi). Durch den Zug wird der Gegner geschwächt, indem er seine Balance und somit seinen sicheren Stand verliert. Dadurch kann ein kleiner schwächerer einen größeren und stärkeren Gegner zu Boden werfen.
Bei der Ausführung der Bodentechniken gelten ebenfalls die Prinzipien des Gleichgewichtsbrechens sowie den richtigen Einsatz des eigenen Körper um den Gegner zu kontrollieren und seine Bewegungsfreiheiten einzuschränken.
Judo besteht aus drei Säulen: 1. Judo-Wettkampf, welches seit den Olympischen Spielen von 1964 in Tokyo als olympische Disziplin anerkannt ist. Dort sollen die erlernten Techniken unter Wettkampf-bedingungen angewendet werden, die im Übungskampf Randori (2.Säule) im Training erlernt oder ausprobiert wurden.
Unter Randori versteht man Übungskämpfe (Standkämpfe und Bodenkämpfe) im Training. Diese Kämpfe dienen dazu um neu erlernte Techniken und Wurfkombinationen anzuwenden, die später eventuell im richtigen Wettkampf eine Anwendung finden.
Die somit 3. und letzte Säule des Judosports ist Kata (Übersetzung aus dem japanischen: Form, Gestalt, Model). In einer Kata sind Angriffstechniken und die Verteidigungstechniken bis auf das Kleinste vorgegeben. Durch die Ausführung und Erlernen einer Kata soll der Judoka die Grundprinzipien und Techniken des Judos erlernen. Kata soll als Grammatik des Judos verstanden werden. Der Judosport kennt 7 Katas. Mittlerweile werden nationale und internationale Kata-Meisterschaften ausgetragen. Ein Bewertungskomitee bewertet jeweils die vorgeführte Kata eines Paares je nach exakter Ausführung der Technik sowie dem Gesamteindruck.
Zu Beginn erlernte Kano die noch von den Samurai bis 1868 genutzte Selbstverteidigungsform Jiu-Jitsu. Schnell erkannte er, dass diese Form der Selbstverteidigung in der Ausübung von Schlag- und Tritttechniken zu hart als Sport sei. Mit 23 Jahren gründetet Kano in einem kleinen buddhistischen Tempel in Tokyo (Eishoji-Tempel) den Kodokan (Übersetzung: Lehr-Weg-Halle) das heutige Judo!

Eingang zum Eishoji-Tempel
1934 erfolgte der Umzug aus dem kleinen Tempel in den heutigen Kodokan

Der Eishoji-Tempel
Der Wettkampfsport Judo kennt heute außer in der Judoselbstverteidi-gung (für Dan-Meisterprüfungen) keine Tritt- oder Schlagtechniken!
Judo wird in der Ausübung in Standtechniken (Tachi-Waza) und Bodentechniken (Ne-Waza) eingeteilt. Für den Standkampf gibt es ca. 100 Wurftechniken, die je nach Ausführung in verschiedene Wurfgruppen wie Fußwürfe, Hüftwürfe, Handwürfe und Opferwürfe (Würfe durch Aufgabe des eigenen Gleichgewichts) eingeteilt werden.
Die Bodentechniken unterteilen sich in drei Gruppen: Den Halte-techniken (Osae-Komi-Waza), Hebeltechniken (Kansetsu-Waza) und den Würgetechniken (Shime-Waza). Bei der Ausführung von Stand- techniken gilt immer das Grundprinzip im Judo des Gleichge-wichtsbrechens (Kuzushi). Durch den Zug wird der Gegner geschwächt, indem er seine Balance und somit seinen sicheren Stand verliert. Dadurch kann ein kleiner schwächerer einen größeren und stärkeren Gegner zu Boden werfen.
Bei der Ausführung der Bodentechniken gelten ebenfalls die Prinzipien des Gleichgewichtsbrechens sowie den richtigen Einsatz des eigenen Körper um den Gegner zu kontrollieren und seine Bewegungsfreiheiten einzuschränken.
Judo besteht aus drei Säulen: 1. Judo-Wettkampf, welches seit den Olympischen Spielen von 1964 in Tokyo als olympische Disziplin anerkannt ist. Dort sollen die erlernten Techniken unter Wettkampf-bedingungen angewendet werden, die im Übungskampf Randori (2.Säule) im Training erlernt oder ausprobiert wurden.
Unter Randori versteht man Übungskämpfe (Standkämpfe und Bodenkämpfe) im Training. Diese Kämpfe dienen dazu um neu erlernte Techniken und Wurfkombinationen anzuwenden, die später eventuell im richtigen Wettkampf eine Anwendung finden.
Die somit 3. und letzte Säule des Judosports ist Kata (Übersetzung aus dem japanischen: Form, Gestalt, Model). In einer Kata sind Angriffstechniken und die Verteidigungstechniken bis auf das Kleinste vorgegeben. Durch die Ausführung und Erlernen einer Kata soll der Judoka die Grundprinzipien und Techniken des Judos erlernen. Kata soll als Grammatik des Judos verstanden werden. Der Judosport kennt 7 Katas. Mittlerweile werden nationale und internationale Kata-Meisterschaften ausgetragen. Ein Bewertungskomitee bewertet jeweils die vorgeführte Kata eines Paares je nach exakter Ausführung der Technik sowie dem Gesamteindruck.
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